THEATERPÄDAGOGIK IM SPRACHENUNTERRICHT: HILFSMITTEL FÜR DIE LEHRERINNEN!

THEATERPÄDAGOGIK IM SPRACHENUNTERRICHT: HILFSMITTEL FÜR DIE LEHRERINNEN!

 

 

Auf Initiative von Beate Offrich, Lehrerin an der Georg-von-Giesche-Schule und Fachseminarleiterin für GrundschullehrerInnen, betreuten wir 10 Referendarinnen an einem Montagmorgen in Schöneberg. Das Ziel dieser Fortbildung war es, Werkzeuge für den Sprachunterricht zu vermitteln, mit denen sich SchülerInnen wie LehrerInnen gleichermaßen wohlfühlen.

Diese Fortbildung basiert auf zwei Beobachtungen. Auf der einen Seite brauchen die Lehrkräfte ständig originelle Lerninhalte, um das Lernen der französischen Sprache effizienter zu machen oder sogar die Schüler zu motivieren. Auf der anderen Seite geht es darum, den LehrerInnen selbst Freude zu bereiten. Auch sie brauchen Aufmerksamkeit und Motivation, um den Kindern das Vergnügen zu vermitteln, Französisch zu erlernen und anzuwenden. Dieses Training bietet einige Hilfsmittel und Überlegungen an, die in diese Richtung gehen. Gleichzeitig soll trainiert werden, physische und mentale Energie einzuspeichern.

Warum Theater spielen?

Für den Sprachunterricht hat das Theater den Vorteil, eine lebendige Situation zu schaffen und Leute zu bewegen. Diese Ausdrucksform erlaubt:

– mit anderen Leuten etwas mit seinem Körper zu schaffen (im Kollektiv und mit Vergnügen);
– Kontakt und Vergnügen mit der französischen Sprache zu haben und so eine besondere Beziehung zwischen dem Kind und der Sprache zu schaffen;
– eine Sprache zu sprechen, mit der Andere sprechen;
– die Fremdsprache zu einem echten Werkzeug zu machen, um etwas mit dem Anderen zu tun;
– mit seinem Körper, mit dem Physischen, zu lernen.

Einige Teilnehmer verwenden bereits in ihren Klassen einige Spiele mit Bewegung und Pantomime, um mit dem Vokabular zu arbeiten (sich vorstellen, ein Verb konjugieren, Farben lernen…). Sie stützen sich auf Körperteile mit Gesten, die das Memorieren fördern (Animationstechniken mit Reimen, Liedern…). Sie bestärken unsere Maxime: Mit den Werkzeugen des Theaters, des Körpers und des Kollektivs wird Französisch effektiv durch Freude übertragen!

 

 

Die Ausbildung

Während etwas mehr als einer Stunde vermittelt die Ausbildung viele praktische Übungen: Spiele zum Aufwärmen (Position der Schauspieler, ich nehme/ich gebe) und Übungen, die die Konzentration und die Energie fördern.
Die LehrerInnen lernen, den Raum gut auszufüllen und den Blick des anderen zu fesseln. Schritt für Schritt werden sprachliche Elementen eingeführt. Die Anleitungen konzentrieren sich auf Wörter in Französisch. Zu den Bewegungen werden Farben, Poesie oder noch Choreographie hinzugefügt.

Während der gesamten Methode integrieren wir schrittweise die Sprache und das theatralische Spiel. Danach werden die Emotionen eingeführt (einfache oder karikaturartige Emotionen). Hier stehen die Emotionen im Vordergrund, die bei den SchülerInnen sehr beliebt sind: Freude, Trauer, Wut, Liebe, Angst, Überraschung und etwas mehr anspruchsvoll im Spiel der Ausdruck von Müdigkeit und Langeweile.

Das Spiel „Reihe der Emotionen“ (Deklamieren eines Textes mit Emotionen) ermöglicht es jedem Teilnehmer, nach vorne zu schauen und sich nicht auf den Blick der Anderen zu fokussieren. Wir spielen für das Publikum: Sprache wird mit Mimik und Gestik vermischt. Eine Lehrerin reagiert: „Es ist schwer, ernst zu bleiben, huh! “.

Es ist aber auch wichtig, miteinander zu spielen. Deshalb endet das Training mit dem Aufbau von sogenannten „Tableaux“ (Gruppenbildern), mit der Übung der Emotionsstühle (progressive Emotionen spielen) und mit dem Gebrauch des Vokabulars des Picknicks.

 

 

Bilanz

Dank des Theaters entfernt man sich immer mehr vom schulischen Kontext hin zu Spiel und Spaß, die hier im Vordergrund stehen. Die von uns geförderte Pädagogik soll Kindern helfen, durch Spiel und Vergnügen auf einen Gebrauch der französischen Sprache hinzuarbeiten. Während dieser Fortbildung haben die LehrerInnen selbst diese Erfahrung gemacht: Zuerst war die Stimmung arbeitsam, dann jedoch war die Atmosphäre schnell entspannt. Am Ende konnten die Teilnehmerinnen neu erlernte Elemente mit Engagement und Freude integrieren.

 

Text, Übersetzung und Fotos: Benoît Faedo
Danke an Beate Offrich für das Korrekturlesen!

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